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yve yve is a female
Hobbyköchin


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Mit was kochst Du? / With what do you cook?: Ich/wir koche(n) mit einem Elektroherd & Ceran-Kochfelder
Was kochst Du am liebsten? / Do you like most of all to cook what?: Ich koche gerne herzhaft.
Kochst Du oft mit Kräutern & Gewürzen? / Do you cook often with herbs & spices?: Ich koche oft mit Kräutern & Gewürzen.
Ist Kochen Dein Hobby? / Is cooking your hobby?: Kochen ist mein Hobby.

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Der Gewürzsafran wird auch Karkum, Kesar oder Zaran genannt und ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und das teuerste Gewürz der Welt, wenn man bedenkt, dass man für 450 g Safran ca. 200 000 (und mehr) Blüten mit der Hand geerntet werden müssen, kann man dieses gut nachvollziehen, angebaut wird der Safran heute in Kleinasien, der Türkei, dem Iran, Griechenland, Indien, Spanien, Marokko und auch in der Schweiz, wobei Südspanien der Hauptlieferant des Safrans ist (mit 90 % der Weltproduktion ist Südspanien somit der Spitzenreiter).

Dem Safran sagt man sogar aphrodisierende Kräfte nach. Der Römer Marc Aurel zum Beispiel badete angeblich in Safranwasser, weil es die Haut färbte und auch die Manneskraft steigern sollte, auch der römische extravagante Imperator badete in Wasser, welches mit Safran parfümiert war.
Selbst wird erzählt, da wo sich Hera und Zeus der Liebe hingaben, erwuchs Safran. Dieses erklärt auch, warum in der Antike die Brautbetten mit Safranblüten bestreut wurden.

Die alten Phönizier bereiteten zu Ehren ihrer Liebsgöttin stark safrangewürzen Kuchen, wenn diese sich Glück in der Liebe wünschten, auch Hippokrates hatte Safran in seinem Medizinrepertoir, da auch er der Meinung war, dass Safran bei schwindender Manneskraft diese wieder beleben würde.

Auch in der Ayurveda-Medizin ist Safran eins der wichtigsten Liebesgewürze, welches zu Tee oder Wein gemischt wird, dieses soll die Sinnlichkeit im erotisch-sexuellen Bereich steigern und als Gewürz die Vitalität und Energie beleben.

Arabische Händler brachten den Safran nach Spanien, die Spanier wussten seine intensive Farbe und das Aroma zu schätzen, danach war der Safran im gesamten Mittelmeerraum zu finden, von dort an gelangte der Safran nach Großbritannien, wo er in großen Mengen in Essex angepflanzt wurde.
Im Safran sind ätherische Öle und Bitterstoffe enthalten (wie das Safranbitter), welches sich bei Lagerung in Safranal und Glukose verwandelt.
Für die hervorragende Färbekraft sind Karotinoide verantwortlich (allen voraus das Crocetin).

Viel ist über den Safran, was die Heilwirkung im medizinischen Bereich betrifft nicht bekannt, aber man weiß, dass der Safran eine narkotisierende und einschläfernde Wirkung hat (ähnlich denen des Opiums). Der Extrakt des Safranfäden wirkt stimulierend und entkrampfend, schon 5 g des Safrans können äußerst gefährlich werden, daher sollte Safran mit Bedacht angewendet werden. Da Safran die Gebärmuttertätigkeit stimuliert, kann es bei schwangeren zu einem Abort kommen oder aber es kann zu einer tödlichen Vergiftung führen, daher sollte man es äußerst sparsam, also nicht mehr wie 3 Fäden verwenden.

Der Safran zählt zu den Schwertliliengewächs und ist eine Zwiebelstaude. Im Herbst treibt der „Krokus“ seine Blüten mit drei leuchtend orange-roten Blütennarben aus. Diese Blütennarben werden in einem Sieb bei schwacher Hitze getrocknet.
Da eine große menge Safrannarben benötigt werden, um ungefähr 400 g zu erhalten, wird der Safran oftmals verfälscht angeboten, der echte Safran weißt eine dunkelrote Farbe auf und fühlt sich leicht fettig an.

Schon damals mussten die Gourmets tief in die Tasche greifen um Safran zu erwerben, aus einem englischen Dokument geht hervor, dass aus der Zeit um 1400 der Wert von 500 Gramm Safran dem eines Pferdes entsprach.
Daher war und ist Safran ein beliebtes Gewürz, welches gerne verfälscht wird.
Im Mittelalter wurde in Nürnberg das verdünnen von Safran mit dem Tode durch Verbrennung oder dem lebendigen Begraben bestraft.

In Indien würzt man Reisgerichte mit Safran, im Mittelmeerraum wird die Paella oder der italienische Risotto gewürzt, aber auch in der Bouillabaisse findet man den Safran als Gewürz.
Auch Süßspeisen, wie Milchreis, Maronenpüree oder andere süße Desserts kann man mit Safran würzen, selbst in Kuchen oder Gebäck findet man Safran oft als Gewürz wieder.

In der Medizin hilft der Safran bei Blähungen oder wird als krampflösendes Mittel zur Beruhigung angewendet, aber man findet ihn auch in Parfüms als Farbstoff wieder.

Aufbewahrt werden sollte der Safran in einer Zellophan- oder Papiertüte und dann sollte er in einem luftdichten und lichtgeschützen Behälter aufbewahrt werden.

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Gruß yve Smile

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28.04.2006 08:41 yve is offline Send an Email to yve Homepage of yve Search for Posts by yve Add yve to your Buddy List Add yve to your Contact List
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