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yve yve is a female
Hobbyköchin


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Chili

Chili kam im 16. Jahrhundert aus Indien nach Europa und wurde bei Hautproblemen verwendet.
Der Kräuterkundler John Gerard mochte diese Pflanze nicht und meinte, sie würde „Hunde töten“.
Als Christoph Kolumbus auf der Suche nach Pfeffer war fand er diese Früchte, welche noch schärfer wie Pfeffer waren und brachte diese mit nach Europa, es war ein beliebtes Transportmittel, da seine Samen sich bis zu 3 Jahre halten.
Von Europa aus gelangte Chili nach Afrika, Indien und in den Orient.

Es gibt ungefähr 150 verschiedener Chilisorten.
Die sehr kleinen und super scharfen Chilischoten werden in Thailand oft in der Küche angewendet.
Andere Chilischoten haben wiederum ein trügerisches Aussehen und ähneln der Paprika, aber diese sind mit Vorsicht zu genießen.
Die Schärfe der Chilischote hängt von einigen Faktoren ab, wie warm es in der Nacht ist, wie viel Wasser sie bekommt oder ob die Chilischote eine lange Trockperiode durchstehen muss.
Der grüne Chili ist noch eine unreifer Chili, wo hingegen der rote länger hängen darf, es gibt noch gelbe, oranggelbe, rotviolett, dunkelbraune oder schwarze Chilis.

Das größte Anbaugebiet liegt in Indien, dort gibt es große Äcker wo ein Meer aus Chilipflanzen wachsen.
Wegen seiner Schärfe muss Chili mit Vorsicht angewendet werden. Der Chili gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Sie ist damit mit der Tomate, der Kartoffel und der Aubergine verwandt. 100 Gramm einer Chilischote enthalten doppelt so viel Vitamin C, wie die gleiche Menge an Zitronen. Chili ist reich an Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2 und B3 sowie an Vitamin E und P. Zudem enthält Chili Calcium, Eisen und Phospor, also wichtige Spurenelemente für den Körper.

Chili wirkt nicht auf die Geschmacksnerven, sondern auf die Schmerzrezeptoren im Mund. Damit erklärt sich auch, warum man beim Verzehr von Chili den Geschmack nicht verliert. Und man fühlt sich nach einem scharfen Chiligericht wohl und leicht. Durch die Anregung der Schmerzrezeptoren werden im Körper so genannte Endorphine freigesetzt.

Endorphine sind so etwas wie ein körpereigenes Schmerzmittel, das den Schmerz mit angenehmen Gefühlen überlagern soll. Chili hat aber nicht nur viele gesunde Inhaltsstoffe. Chili wirkt auch schleimlösend.
Chili wirkt auch entzündungshemmend und fördert die Durchblutung. Chili kann zu Mitteln die gegen Erkältungen, rheumatische Schmerzen und Kreislaufschwächen beigegeben werden. Cayenne- haltige Salben und Öle sollten die Blutzufuhr fördern oder Schmerzen nach einer Gürtelrose lindern.
Hat man offene Wunden im Rachenraum oder der Speiseröhre, Probleme mit dem Magen-Darmbereich sollten Chilis nicht gegessen werden.

Die Chili lässt sich in verschiedenen Arten unter teilen:
Capsicum annuum:
Zu dieser Sorte gehören die Gemüse- und Gewürzpaprika, die Peperoni und Peperoncini, die Pflanzen können bis zu 1,50 Meter hoch werden und die Blüten hängen nach unten.

Capsicum frutescens:
Zu dieser Art gehören der scharfe Tabasco und die Vogelaugenchili, bei diesem stehen die Blüten aufrecht und die Früchte später ebenso.

Capsicum pubescens:
Diese Sorte ist frostbeständig (bis -5 °C), die Blätter sind behaart und die Blüten sind violett und die Samen meist schwarz, zu dieser Sorte zählt die Rocoto und die Manzano.

Capsicum chinense:
Diese Chilipflanze hat große Blätter und trägt an den Verzweigungsstellen 2-5 Blüten, zu denen gehören die HabaHero und Scotch Bonnet.

Capsicum baccatum:
Auch diese Sorte hat große Blätter, trägt aber pro Verzweigungspunt nur eine Blüte, sie ist kältefest bis 0 °C und es gibt nur scharfe Sorten von dieser Art, zu diesen zählt die red SeviHa.

Hinweis: Nach schneiden der Chilischote nicht die Augen berühren oder auf Wunden, fassen, da dieses brennen verursacht. Äußerliche Anwendung kann Dermatitis verursachen.

Getrocknete Chilishoten sind schärfer wie frische Schoten und je kleiner die Sorte umso schärfer die Chili, wenn man es nicht so scharf mag, sollte man die Samen und die Scheidewände vorher entfernen.

Attachments:
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Nähere Informationen zum Urheberrecht findet Ihr in diesem Thread: Urheberrecht der Geschichten und andere Informationen!!!
Gruß yve Smile

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.

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