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holli
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Die Zubereitung und Reihenfolge der Speisen ist also nicht unbedeutend für die Vorgänge im Magen. Die Menüfolge Suppe - Hauptgang - Süßspeise ist bereits sinnvoll gewählt. Der Speisenbrei aus der Speiseröhre wird im Magen gesammelt. Im Schnitt verbleibt eine Mahlzeit 3 - 4 Stunden im Magen, bei fettreicher Nahrung kann die Verweildauer auf 7 Stunden und mehr ausgedehnt werden. Die Abgabe des Speisebreis an den Zwölffingerdarm erfolgt nur in den Mengen, wie dieser ihn weiterverarbeiten kann.

Die Muskelschicht des Magens besteht aus glatter Muskulatur mit einer inneren Ring- und einer äußeren Längsmuskelschicht, genau wie in allen Darmabschnitten auch. Beim Magen gibt es zusätzlich eine dritte Schicht (Fibrae obliquae). Diese Schrägmuskulatur durchzieht ganz innen den Magen in großen Teilen.

Umgeben ist der Magen vom Bauchfell (Peritonaeum). Durch das Bauchfell ist ein Verschieben des Magens im Bauchraum entsprechend seiner zu- und abnehmendem Größe bei der Nahrungsaufnahme möglich.

Die Leber wiegt als das größte innere Organ 1,4 - 1,8 Kilogramm. Sie liegt unmittelbar unter dem Zwerchfell (Diaphragma) im Oberbauch und ist vollständig vom Brustkorb verdeckt. Ihre Farbe ist rotbraun. Sie unterteilt sich in einen größeren rechten Leberlappen und einen kleineren linken.

Der rechte Leberlappen (Lobus dexter) macht die Hauptmasse des Organs aus. Ihm steht ein wesentlich kleinerer linker Leberlappen (Lobus sinister) gegenüber. An der Unterseite der Leber findet sich zusätzlich ein viereckiger Leberlappen (Lobus quadratus). Dieser liegt zwischen dem Dach der Gallenblase und einem Bindegewebsband (Ligamentum teres hepatis), das zur vorderen Bauchwand zieht. Hier handelt es sich um den Rest der Nabelvene (Vena umbilicalis) aus dem Fetalstadium. Ein weiterer Lappen ist der geschwänzte Leberlappen (Lobus caudatus), der sich um die untere Hohlvene herumschlingt, die in diesem Bereich vollständig von Lebergewebe umgeben ist.

An der Seite, die den Eingeweiden zugewendet ist, liegt die Leberpforte (Porta hepatitis). In dieser Furche in der Mitte der oberen Leberfläche treten die meisten Blutgefäße wie Pfortader (sammelt das Blut aus dem Darmgebiet kommend), und Leberarterie , aber auch Gallengang, Lymphgefäße und Nerven in die Leber ein.

Das Lebergewebe gliedert sich in kleinste Funktionseinheiten, die Leberläppchen. Sie sind im Durchmesser 1 mm und in der Höhe 1 - 2 mm groß und haben im Querschnitt eine sechseckige Form. Von ihnen gibt es Millionen. Am den Ecken der Läppchen (Glissonsche Dreiecke) liegen Äste der Pfortader, der Leberarterie und der Gallengänge, in der Mitte Zentralvenen. So fließt das aus der Pfortader bzw. Leberarterie stammende Blut in ein Kapillarnetz innerhalb der Leber, indem der Austausch von Sauerstoff, Kohlendioxid und Nährstoffen mit den Leberzellen stattfindet. Danach mündet das in den Zentralvenen gesammelte Blut im Zentrum der Leberläppchen über die Lebervene in die untere Hohlvene.

Die von den Leberzellen gebildete Gallenflüssigkeit fließt zwischen den Leberläppchen ab und gelangt über Gallengänge in das Gallensystem. In der Leber gebildeter Gallensaft wird als Lebergalle bezeichnet. Täglich werden etwa 1 l gebildet. Sie wird in die Gallenblase abgegeben, wo sie zur grünlichen Blasengalle eingedickt wird.

Die Gallenblase (Vesica fellea) liegt an der Unterseite des rechten Leberlappens. Die Gallenkanälchen in der Leber vereinigen sich zu immer größeren Gallengängen, bis sie in den rechten und linken Lebergang münden und aus der Leberpforte austreten. Nach der Vereinigung zum gemeinsamen Gallengang zweigt der Gallenblasengang zur Gallenblase ab. Danach heißt der Lebergang Gallengang.

Wenn im Zwölffingerdarm Gallenflüssigkeit benötigt wird, sondert dieser das Hormon Cholezystekinin ab. Sobald dieses Hormon auf dem Blutweg die Gallenblase erreicht, zieht sie sich zusammen.

Am gemeinsamen Ausführungsgang von Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang öffnet sich der Schließmuskel und die Galle kann in den Zwölffingerdarm hinein. Die Gallensäuren der Galle bilden aus den Fetten im Darm Fetttröpfchen (emulgieren). Zu 80 - 90 Prozent werden sie anschließend über das Blut an die Leber zurückgeführt. Durch den Abbau von roten Blutkörperchen in der Leber wird aus dem Hämoglobin das gelb-braune Bilirubin. Es gibt dem Stuhl die braune Farbe. Tritt der Gallenfarbstoff z.B. nach Verschluss des Gallenganges in das Blut über, wird der Körper gelb.

Die Hauptteile des Darms sind der Dünndarm (Intestinum tenue) und der Dickdarm (Intestinum crassum). Der wichtigste Abschnitt des Verdauungsweges ist jedoch der Dünndarm, denn hier kommt es zu einer Zerlegung der Nahrung in solche Bestandteile, die schließlich von den Epithelzellen des Darmes aufgenommen werden können. Die Gesamtlänge des Dünndarmes liegt bei 3-5 Metern, je nach Kontraktion seiner Längsmuskeln.

Der erste Teil des Dünndarms ist der Zwölffingerdarm (Duodenum) mit etwa 25 cm Länge. Er umfasst wie ein ”C“ den Kopf der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und ist an der Rückwand der Leibeshöhle verwachsen. In seinen absteigenden Teil mündet der Gallengang (Ductus choledochus) und der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse (Ductus pancraticus). Diese beiden enden auf einer kleinen Erhebung (Papilla duodeni major) in einem gemeinsamen Endstück (Ampulla hepatopancreatica), das einen besonders großen Schließmuskel aus glatter Muskulatur hat.

An den Zwölffingerdarm schließen sich zwei weitere Stücke an, nämlich Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum). Sie nehmen 4/5 der Gesamtlänge ein und gehen ohne scharfe Abgrenzung ineinander über. Sie liegen innerhalb des Bauchfellraumes als Dünndarmschlingenknäuel (Dünndarmkonvolut) umrahmt vom Dickdarm.

Über ein Aufhängeband (Mesenterium), das Gekröse, sind beide an der hinteren Wand der Bauchhöhle befestigt. In diesem verlaufen auch Blutgefäße, Lymphgefäße und Nerven zum und vom Dünndarm.

Von außen überzieht das Bauchfell (Peritoneum) den Dünndarm. Daran schließt sich eine Schicht glatter Muskulatur, bestehend aus äußerer Längs- und innerer Ringmuskulatur an. Durch deren abwechselnde Kontraktionen wird der Darminhalt durchmischt. Peristaltische Bewegungen transportieren den Darminhalt weiter. Submuskulöses Bindegewebe (Tela submucosa) dient als Verschiebeschicht.

Die Dünndarmschleimhaut (Tunica mucosa) ist in ihrer Oberfläche durch Falten und Zotten stark vergrößert. Dazu gehören die Kerckring-Falten (Plicae circulares), die halbkreisförmig als Auffaltelungen der Schleimhaut und Verschiebeschicht 1 cm in das Darmlumen vorspringen. Die Zahl der Darmzotten, die der Schleimhaut eine samtige Oberfläche geben, kann bis zu 40 pro Quadratmillimeter betragen. Damit vergrößern diese 0,5 bis 1,0 mm hohen Ausstülpungen die Oberfläche um ein 5-6 faches.

Jede einzelne Zotte besteht aus einem Kapillarnetz, das vor allem für die Aufnahme (Resorption) von Zucker und Aminosäuren wichtig ist. Über ein zentrales Lymphgefäß in jeder Zotte erfolgt überwiegend die Resorption von Fetten. Vor allem im unteren Bereich des Dünndarms gibt es reichlich Lymphfollikel, die mehrere Zentimeter lang sein können. Diese werden als Peyersche Platten bezeichnet. In Vertiefungen neben den Darmzotten, in den Lieberkühnschen Drüsen, wird der Verdauungssaft des Dünndarms gebildet. Im Leerdarm nimmt die Zahl der Zotten und Falten ab, die Vertiefungen nimmt zu. Im Krummdarm schließlich verschwinden diese allmählich und das bereits oben erwähnte Lymphgewebe mit zahlreichen Follikeln nimmt zu.

Das Schleimhautepithel der Zotten ist einschichtig. Hier unterscheidet man zwischen sezernierenden und resorbierenden Zellen. Unter den sezernierenden Epithelien gibt es schleimbildende Becherzellen auf Zotten und in Vertiefungen, mit denen einerseits die Schleimhaut geschützt, andererseits der Darminhalt gleitfähig gemacht wird. In Vertiefungen liegen außerdem Paneth-Körnerzellen. Sie besitzen ein Enzym (Lysozym), mit dem Bakterienwände aufgelöst werden können. Resorbierende Epithelien sind die Saumzellen, die vor allem auf den Zotten liegen. Sie haben einen sogenannten Bürstensaum (Mikrovilli) an ihrer Zellmembran. Damit vergrößern sie die Schleimhautoberfläche immens.

Im Dickdarm (Colon), bestehend aus verschiedenen Abschnitten, kommt es überwiegend nur noch zum Entzug der Flüssigkeit aus dem Nahrungsbrei, der zuvor in den anderen Verdauungsorganen entstanden ist.

Normalerweise kommt es im Dickdarm nicht mehr zur Aufnahme von Abbauprodukten der Nahrungsstoffe. Allerdings besitzt der Darm diese Fähigkeit, Eiweiße, Zucker oder Salze aufzunehmen, was eine wichtige Rolle in der künstlichen Ernährung spielt.
15.11.2005 19:44
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