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Zum Ende der Seite springen Mohn (Papaver somniferum)
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yve yve ist weiblich
Hobbyköchin


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yve herausfordern
Mohn (Papaver somniferum) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Der Mohn (über welchen ich hier gerade rede) kommt aus der Familie, der Mohngewächse und kommt nach dem heutigen Stand nicht mehr wild vor, man züchtet ihn seid Jahren wegen seiner Samen, wo wertvolles Öl enthalten ist, auch wegen seines Saftes, aus dem man Opium gewinnt.
Der Mohn hat einen langen Stängel und die Blätter wachsen im Wechsel an diesem, der Mohn trägt nur eine einzige Blüte, aus dem seine dicke Samenkapsel entsteht, die den begehrten Saft enthält, die dicke Kapsel schützt die kleinen Samen.

Um den Saft des Mohns zu gewinnen, wird die grüne Kapsel mit einem Messer angeritzt und der austretende Saft wird sofort zu einer braunen Masse, diese wird mit einem Schaber abgekratzt und zu kleinen Kugeln gerollt, dann lässt man das Rohopium in der Sonne trocknen, um seinen Wassergehalt auf gut 10% zu verringern.

Der Mohn zählt zu einer der wichtigsten Heilpfanzen in der Medizingeschichte.
Archäologische Funde belegen, dass der Mohn bereits vor 30.000 Jahren von Neandertalern in Mitteleuropa genutzt wurde.

Im antiken Griechenland gehörte der Mohnsaft zu eine der wichtigsten Arzneien von Hippokrates, er setzte den milchigen Saft gegen unzählige Beschwerden ein, vor allen aber verordnete Hippokrates den Saft zur Beruhigung und bei Schlaflosigkeit aber auch als natürliches Schmerzmittel.

Im 3. Jahrhundert begannen chinesische Ärzte bei Operationen mit einer Mischung aus Opium und Cannabis zu narkotisieren.
Einer der bedeutendsten Mittelalterlichen Medizinern (der persische Arzt Avicenna) brachte das Opium in den Isalm, er nutztes es hauptsächlich zur Narkotisierung, daher auch sein Beinahme „Vater des Schlafes“.
Vom Orient gelangte das Opium wieder zurück nach Europa, wo man es ebenso als Narkotisierung verwendete (oft im Zusammenhang mit Schlafschwämme), es wurden kleine Schwämme in einer Opiumlösung getunkt und dem Patienten auf die Nase gedrückt.

1527, gab Paracelsus dem Opium einen neuen Namen, und nannte das Opium als „laudanum“ = „lobenswert“.
1805 isolierte der Apotheker Sertürner den Inhaltsstoff Morphin aus dem Opium, er nannte es Morphium (nach Morpheus, dem Gott der Träume), diese Isolation war ein großes Ereignis , da ab diesem Zeitpunkt die chemische Erforschung der Pflanzenwelt begann.

Mit dieser Entdeckung war es aber um den Mohn geschehen, da man somit die gefährlichste Droge überhaupt gefunden hat, die die Pflanzenwelt für uns bereitstellte da man so das Opium, die gefährliche Droge Herion gewinnen konnte und seid 1920 ist das Opium in vielen Ländern der Welt verboten.

Nun aber zurück zum geschichtlichen Teil.
Im Papyrus Ebers stößt man auch auf zahllose Stellen, wo das Opium als Betäubungs-, Schmerz- und Beruhigungsmittel angewandt wurde.
Auch auf einer sumerischen Keilinschrift, welche ungefähr 5000 Jahre alt ist, steht der Mohn als „Pflanze des Glücks“ (welches auf den betäubenden Zustand bei Einnahme zurück zurufen ist), aber dem Mohn wurde nicht nur dieser Zustand zugeschrieben, nein, auch wurde ihm nachgesagt, dass er außer Schmerzen zu betäuben vermag auch Menschen in wunderschöne Träume wiegen kann und das Gemüt besänftigen kann.
Auch wurde ihm nachgesagt, dass der Saft es vermag höchst sinnlich-erotische Freuden zu erfahren. Dem griechischen Dichter Theokrit zufolge wuchs der Mohn aus einer Träne der Aphrodite, die ihrem Geliebten Adonis nachtrauerte.
So ist der Mohn aus dem Kummer der Göttin der sinnlichen Liebe und Wollust entsprossen.

Opium wurde somit nicht nur zum Schmerz stillen und betäuben eingesetzt, es wurde auch wirksam als Aphrodisiaka eingesetzt, es wurde zusammen mit verschiedenen Gewürzen vermengt gegessen (Orientalische Fröhlichkeitspillen).

Im Opium wurden mehr als 40 verschiedene Alkaloide gefunden unter anderem das Morphin, aber auch das Papvaerin und Kodein (das Kodin ist schmerz- und hustenreizstillen, daher findet man es auch in verschiedenen Hustsaftpräperate).
Das Kodein kommt auch in unserem Kröper vor, das Papaverin besitzt krampflösende Eigenschaften, erweitert die Blutgefäße im Gehirn und wird zusätzlich noch bei Impotenz verabreicht.

Zusätzlich wird das Papaverin als durchblutungsförderndes Mittel bei einigen Beschwerden eingesetzt.
Der jedoch wichtigste Bestandteil des Opiums ist das Morphin, es wirkt schmerzstillend und wird als Betäubungsmittel immer noch in der heutigen Medizin angewandt.
Das Opium wirkt recht schnell und kann bis zu 8 Stunden anhalten, aber es können auch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wie Übelkeit am nächsten Tag, Verstopfung und Erbrechen.
Bei regelmäßiger Einnahme kann Opium abhängig machen.
Der schlimmste Bestandteil, welcher eine sehr hohe Abhängigkeit verursacht, ist jedoch das Morphin, aus dem auch das Heroin gewonnen wird.

Das aus dem Opium gewonnene Morphin ist das beste natürlichste Schmerzmittel, das es gibt, es wirkt beruhigend bis hypnotisch, schmerzlindernd , narkotisch sowie atemverlangsamend . Morphin wird bei chroniscen Schmerzen, unter anderem auch bei Krebserkranungen verabreicht, Mixturen aus Morphin, Atropinsulfat und Scopolaminhydrobromid werden noch heute zur Narkose, sowie Beruhigung verabreicht.

Morphin ist ein körpereigenes Schmerzmittel und besitzt auch eigene Rezeptoren, an die es andockt und unser Schmerzempfinden reguliert.

WICHTIG!!!
Alle Produkte, die aus Schlafmohn gewonnen werden, unterliegen dem Betäubungsmittelgesetzt!
Präparate, in denen Opium enthalten ist, dürfen NUR von Ärzten verordnet werden!

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@alle User, bitte auch hier das Urheberrecht beachten!!!
Nähere Informationen zum Urheberrecht findet Ihr in diesem Thread: Urheberrecht der Geschichten und andere Informationen!!!
Gruß yve Smile

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.

Marlene Dietrich (1901 - 1992)
24.05.2009 20:17 yve ist offline E-Mail an yve senden Homepage von yve Beiträge von yve suchen yve in meine Freundesliste aufnehmen Fügen Sie yve in Ihre Kontaktliste ein
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