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Zum Ende der Seite springen Chinarinde (Cinchona pubescens)
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yve yve ist weiblich
Hobbyköchin


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Mit was kochst Du? / With what do you cook?: Ich/wir koche(n) mit einem Elektroherd & Ceran-Kochfelder
Was kochst Du am liebsten? / Do you like most of all to cook what?: Ich koche gerne herzhaft.
Kochst Du oft mit Kräutern & Gewürzen? / Do you cook often with herbs & spices?: Ich koche oft mit Kräutern & Gewürzen.
Ist Kochen Dein Hobby? / Is cooking your hobby?: Kochen ist mein Hobby.

yve herausfordern
Chinarinde (Cinchona pubescens) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Chinarinde (Cinchona pubescens)

Der Chinarindenbaum ist auch bekannt als „Fieberbaum“, oder „Fieberrindenbaum“ und gehört zu der Familie Rötegewächse.
Er wächst in tropisch feuchten Osthängen Ecuadors, Nordperus, Bolivien und Kolumbiens, in den Höhen zwischen 800 und 3000 Metern. Es regnet dort bis zu 9 Monaten im Jahr ohne Jahreswechsel.
Der Chinarindenbaum wird aber auch in Zwischenzeit auf Java, Indien, Costa Rica und im Kongo angebaut und kultiviert.
Der Chinarindenbaum kann bis zu 30 Meter hoch werden und der Stamm ist schlank und die Rinde hat eine rotbraune Farbe, die Krone selbst ist rundlich und immergrün. Die Blätter des Chinarindenbaums sind eiförmig bis lanzettlich. Die Oberseite der sind dunkelgrün, wogegen die Unterseite der Blätter mit zunehmendem Alter blutrot werden.
Die Früchte des Chinarindenbaumes wachsen das ganze Jahr über an dicht gedrängten Rispen. Die langröhrigen Früchte enthalten winzige Samen, die Fruchtkapseln platzen auf und somit werden die Samen des Chinarindebaumes durch den Wind in großem Umkreis verteilt.

Die Rinde des Baumes wird gewonnen, in dem die Stämme ringförmig mit senkrechten Einschnitten versehen wird. Dann wird auf die Rinde geklopft und somit gelöst und mit einem Holzspatel abgesteift, nach dem die Rinde gelöst wurde, wird diese in der Sonne getrocknet und danach zerkleinert.

Die Chinarinde enthält zirka 30 bittere Alkaloide, dass für den menschlich nützlichste ist das Chinin, welche eine antibakterielle Wirkung besitzt. Diese bitteren Alkaloide regen die Produktion von Verdauungssäften an, sie wirken daher beruhigend auf die Verdauungsorgane, wogegen das Chinidin die Herzfrequenz verringert und einen regelmäßigen Herzschlag hervorruft. Im Südamerikanischen Urwald ist die Chinarinde ein zuverlässiges Mittel, gegen Fiebererkrankungen und Verdauungsproblemen. Die Behandlung von Malaria wird nicht mehr durch die „original“Chinarinde behandelt, sondern es wird ein Mittel aus synthetischen Chinin hergestellt.
Die Chinarinde wirkt in Form eines Weines- oder Tinktur appetitanregend und fördert den Speichelfluss.
Es werden aber auch, wegen der seiner Gerbstoffe Extrakte für Hautpflegemittel und Mundwasser gegen Angina hergestellt. Des weiteren findet man selbst Chinarinde (das Chinin) noch in verschiedenen Likören, Limonaden (wie Tonic Water oder Bitter Lemon), welches den bitten Geschmack wieder gibt.

Bei der Einnahme von Chinarinde kann es auch zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen, welche sich wie folgt äußern: es kann zu Ohrgeräuschen, Magen- und Darm-Störungen, Übelkeit, hämmernde Kopfschmerzen, periodisch auftretenden Fieberschübe und Herzschwäche kommen.
Bereits schon 10 bis 15 Gramm reines Chinin führen zu lebensgefährlichen Vergiftungen.

Chinin und Chinidin waren lange Zeit Bestandteil von Grippemitteln, heute findet man es noch in einigen Homöopathischen Mitteln die Chinarinde. Die Chinarinde, wird aber mindestens 5 Tage vorher in Alkohol eingelegt und danach gefiltert und potenziert (mit sich selbst multiplizieren) wird.

Aus der Mythologie weiß man, dass die Chinarinde früher auch nur „China“ genannt wurde. Ein anderer Lateinischer Name war „Cinchona succirubra“, welches aus den Wort der Inka „quina“ = Rinde entstanden ist.
Eine andere Geschichte wird erzählt aus dem Jahre 1630, wo die spanische Vizekönigin „die Gräfin von Chinchon“ in Lima an heftigen Fieber. Nach der Einnahme der Chinarinde, wurde vollkommen geheilt, dadurch wurde die Chinarinde in Europa erst berühmt.
Als das Fürstenpaar im Jahre 1640 zurück nach Peru kehrte brachten diese Dutzende von Säcken mit Chinarinde nach Spanien mit. Das Pulver wurde nach einiger Zeit als Heilmittel gegen starkes Fieber und vor allem gegen Malaria eingesetzt.
In Apotheken wurde die Chinarinde als wertvolle Medizin angeboten.
In der Homöopathie ist die Chinarinde von großer Bedeutung gewesen. Der Homöopath Samuel Hanemann erkannte durch die Chinarinde das homöopathische Prinzip. Im Jahre 1790 übersetzte Samuel Hanemann die „materia medica“ des britischen Naturforschers und Arztes William Cullen, welcher sehr viele Beobachtungen, über die Wirkung der Chinarinde niederschrieb.
Samuel Hannemann glaubte nicht an die magenstärkende Wirkung die William Cullen behauptete und so nahm Samuel Hannemann die Chinarinde in Selbstversuchen ein. Er entwickelte darauf hin die typischen Symptome einer Malariaerkrankung, aus der Erfahrung, die er dadurch sammelte leitete er die zentrale Idee der Homöopathie ab.
Also, ein Mittel, das beim Gesunden vorübergehend sehr ähnliche Symptome hervorruft, wie die, die unter der Krankheit leiden.
Daher stammt die Theorie „Similia similibus curentur“, was heißt: „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.“

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Gruß yve Smile

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.

Marlene Dietrich (1901 - 1992)
03.01.2006 15:51 yve ist offline E-Mail an yve senden Homepage von yve Beiträge von yve suchen yve in meine Freundesliste aufnehmen Fügen Sie yve in Ihre Kontaktliste ein
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kingkong370
unregistriert
RE: Chinarinde (Cinchona pubescens) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Absolut interessant. Weißt Du noch mehr über indianische Heilpflanzen? yes yes yes
20.07.2006 00:23
yve yve ist weiblich
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yve herausfordern
Themenstarter Rezept geschrieben von yve
RE: Chinarinde (Cinchona pubescens) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

So, im großen und ganzen kommen die meisten Heilpflanzen aus Asien, Indien und Co. wenn Du die Heilpflanzengeschichte gelesen hättest, müsstest Du wissen, dass wir diesen Ländern eigentlich im großen und ganzen es zu verdanken haben, dass diese Pflanzen "erforscht" wurden und nach und nach die Pflanzen bei uns den Einzug fanden.

Das eine oder andere, kommt noch, wie die Ostindische Elefantenlaus es kommen bestimmt noch einige, versprochen, nur bei dem Wetter kann ich nicht lange in meiner Dachwohnung hinterm Rechner sitzen, da es von Minute, zu Minute heißer hier wird blinzel

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20.07.2006 11:42 yve ist offline E-Mail an yve senden Homepage von yve Beiträge von yve suchen yve in meine Freundesliste aufnehmen Fügen Sie yve in Ihre Kontaktliste ein
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